Montag, 1. Oktober 2018

Ein Hoch auf den Hochsommer

Über kaum ein Thema spricht man so höchst gerne wie über das Wetter. Höchste Eisenbahn also, dass ich das an dieser Stelle auch einmal tue. Der Hochsommer 2018 bietet sich dafür an. 

Im Sommer 2018 folgt auf jeden Polterabend (= Gewitter) eine weitere Hoch-Zeit. Hochaktuelle Unwetterwarnungen werden auf hochauflösenden Monitoren häufig aktualisiert. Hochseilgärten haben Hochkonjunktur. Hochglanzbroschüren raten vom Genuss hochprozentiger Getränke ab. Hoch konzentrierte, unter Hochdruck gemixte Hochklasse-Smoothies versprechen stattdessen einen hochgradigen Hochgenuss. Auch Hochleistungssportler*innen legen lieber einen Ruhetag ein, als mit Höchstgeschwindigkeit auf dem Hochrad unterwegs zu sein. Hochmut kommt vor dem Fall…

Vor den hohen Temperaturen kann man in der Hochsaison in die Höhe fliehen (besser Hochalm als Hochhausdach) – oder in den hohen Norden. Ob Hochgebirge oder schottisches Hochmoor – wer der Hitze entfliehen kann, der flieht. Außer den Eisverkäufer*innen, bei denen herrschen Hochbetrieb und Höchstumsätze.

Hochbrisante Meldungen beherrschen das Sommerloch: In Schweden brennen Wälder, in Deutschland vertrocknen Felder, in Kalifornien verenden Kälber. Hitze hoch drei, wohin man auch schaut. Die Geister, die man nach dem langen Winter mit Hochspannung erwartet hatte, wird man nicht mehr los. Ob Hochadel, Hochschulabsolvent*in, Hochseefischer*in, Hochsicherheitstraktinsass*in oder Hochtief-Bauarbeiter*in: alle schwitzen. Die Hitze schweißt zusammen. Ein Hoch auf das nächste Tief!

Als was wird dieser Sommer 2018 in die Geschichte eingehen? Als einmaliger Ausrutscher? Als Beginn einer neuen Realität? Als der Zeitpunkt, an dem auch der letzte hochnotpeinliche Depp kapiert hat, dass der hochgefährliche Klimawandel keine Erfindung der hochbegabten chinesischen Hochkultur ist?

Ausgangspunkt der Hitzewelle war im Übrigen eine blockierende Omegalage, die zu einem Abreißen der Westwinddrift führte. Europa muss also – vom Hochlohnland Schweden bis ins hoch verschuldete Griechenland – solidarisch zusammenhalten und gemeinsam die Brände löschen, weil aus dem Westen keine verlässliche Hilfe mehr zu erwarten ist.

Wie gesagt, ich rede hier über das Wetter.

Dieser Sommer war echt der Gipfel
Der Kar - See - versiegte
Dieser Artikel wurde in der Straßenzeitung Zebra (Ausgabe September 2018) veröffentlicht.
Der Kauf der Zebra lohnt sich meiner Meinung nach sowohl für Käufer (weil die Inhalte wirklich interessant sind) als auch für Verkäufer (weil sie einen Euro vom Verkaufspreis behalten dürfen und einen Zugang zu Arbeitswelt und sozialen Kontakten erhalten). Mehr Infos hier.

Freitag, 14. September 2018

Warum mich die Deutsche Bahn mal am Arsch lecken kann

Liebe Deutsche Bahn,

ich gratuliere dir zu deiner unfassbaren Unfähigkeit. Die spart dir nämlich viel Geld, die dich deine unfassbare Unfähigkeit sonst kosten würde. Warum? Weil du nicht in der Lage bist, durchgehende Tickets nach Südtirol auszustellen, wenn in der Reisekette Züge enthalten sind, an denen du nicht selber beteiligt bist. Also musst du keine Entschädigung zahlen, wenn aufgrund deines Versagens mal wieder was schief geht und man die Reise nur mit Verspätung oder gar nicht mehr am selben Tag beenden kann. Also immer. 

Glücklicherweise wohne ich mittlerweile in Südtirol und bin in meinem Alltag nicht mehr auf dich angewiesen. Aber bei den meisten Fahrten in und durch meine deutsche Heimat bin ich weiterhin von dir abhängig. Und jedes Mal zeigst du dich von deiner Schattenseite. The same procedure as last time, Deutsche Bahn? - The same procedure as every time, Markus:

Bei meinem drittletzten Aufenthalt in Deutschland hast du mir zum Beispiel zwischen Puttgarden – bis zum Überschreiten der deutschen Grenze hatte wie immer alles reibungslos geklappt – und Hamburg so viel Verspätung eingebrockt, dass ich den ÖBB-Nachtzug nach Innsbruck nicht mehr erreichen konnte. Statt mit dem bequemen ÖBB-Zug musste ich mit deinen unbequemen Sardinenbüchsenzügen fahren, kam mehrere Stunden später in Bozen an als geplant – aber entschädigt wurde ich für den verpassten Nachtzug nicht, denn wie deine antikulanten Angestellten richtig bemerkt haben: Ich hatte ja kein durchgehendes Ticket. Und warum hatte ich kein durchgehendes Ticket? Weil DU UNFÄHIGSTER BAHNBETREIBER DER WELT zu unfähig bist, eines auszustellen. Beziehungsweise weil du zu unfähig bist, Nachtzüge zu betreiben. Die ÖBB beherrscht das ganz hervorragend, auch in Deutschland. 

Warten in Puttgarden

The same procedure as last time, Deutsche Bahn? The same procedure as every time, Markus.

Bei meinem vorletzten Aufenthalt in Deutschland hast du mir ein unfassbares Chaos angerichtet, weil die Fahrzeiten auf meiner Fahrkarte nichts mehr mit dem reellen Fahrplan zu tun hatten. Ich sollte plötzlich zusätzlich in Würzburg umsteigen, das ging dann aber doch nicht, weil ich mittlerweile so viel Verspätung hatte, dass ich den anderen Zug nicht mehr gekriegt hätte… Die „Qualitätszeit“ im Zug hatte ich also mal wieder überwiegend mit Alternativverbindungssuche im DB Navigator verbracht. Kurzum: Es freut mich wirklich sehr für dich, dass du deine baustellenbedingten Verspätungen in letzter Zeit reduzieren konntest. Der dafür nötige Trick, einfach die Fahrpläne zu ändern und die Fahrzeiten zu verlängern, ist aber schnell zu durchschauen. Und vor allem solltest DU RINDVIEH VON EINEM VERKEHRSDIENSTLEISTER deine Fahrgäste, denen du ein Ticket verkauft hast, vorab informieren, dass der auf dem Ticket angezeigte Fahrplan überhaupt nicht mehr gültig ist. 

Noch dümmer als die Deutsche Bahn kann man Steckdosen und Haltestangen nicht einbauen.

Bei meinem letzten Besuch in Deutschland hast du mit einem Triebkopfschaden und einer Oberleitungsstörung dafür gesorgt, dass ich die zwei Stunden Puffer, die ich dieses Mal in Hamburg eingeplant hatte, nicht wie vorgesehen mit einem guten Freund frühstückend verbringen konnte, sondern nur Zeit für ein schnelles Franzbrötchen war, bevor ich in die einzige funktionierende Tür des anschließenden Eurocity einstieg. Reisekostenrückerstattung habe ich gleich gar nicht versucht, bei meinem Interrailticket wärst du sicher auch wieder zu unfähig gewesen, mir eine Erstattung auszuzahlen. In den anschließenden zwei Wochen Interrail-Urlaub in Skandinavien waren übrigens alle Züge immer pünktlich. Sicher nur ein Zufall.

Schnelles Franzbrötchen, dann zur einzigen funktionierenden Tür des EuroCity

Nach zwei Wochen funktionierenden Bahnen in Skandinavien wieder in Deutschland gelandet...

Letztes Wochenende war es wieder so weit: ein Besuch in Deutschland. Eine Fahrt mit dir. Und es wird dich nicht überraschen: Du hast mir schon wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht. Mein Ziel war, via Passau, Mühldorf, Kufstein und Innsbruck am späten Abend in Bozen anzukommen. Das Ticket ging aber nur bis Innsbruck – du ahnst es: Du ALBTRAUM JEDES REISENDEN warst nicht in der Lage, mir ein durchgehendes Ticket zu verkaufen. Schlimmer ist jedoch, dass du nicht in der Lage warst, schon in Passau anzusagen oder anzuzeigen, dass der Zug nach Mühldorf gar nicht bis nach Mühldorf fährt! Ganz genau, mal wieder baustellenbedingt den Fahrplan geändert, aber keine Infos an diejenigen, die schon ein Ticket für diesen Zug gebucht hatten. Und nicht mal an diejenigen, die gutgläubig der Anzeigentafel vertrauend in den Zug eingestiegen sind. Dieser alte Trick, Fahrgäste in den Wahnsinn zu treiben, funktioniert einfach immer wieder. 

Erst zwei Minuten vor der Ankunft in Pocking gab es – vom Band! So richtig kurzfristig kann die Streckensperrung also nicht gewesen sein! – die Information, dass der Zug in Pocking endet und es von dort einen Schienenersatzverkehr nach Eggenfelden gibt. Mit 36 (!) Minuten Wartezeit auf den Bus – und 0 (!) Hinweisschildern, Fahrplanaushängen, Ansagen oder ähnlichem am gottverlassenen Bahnhof Pocking. In keinem anderen Land Europas wird Bahnfahrgästen eine solche Unverschämtheit zugemutet. 

Der Navigator weiß, dass es Ersatzverkehr gibt. Der Fahrgast nicht.


36 Minuten Wartzezeit, aber 0 Info in Pocking

Mobiles Internet in niederbayerischen Regionalzügen

Walkman-Verbot im niederbayerischen Ersatzbus. 2018 in Deutschland.

Kompetente Menschen, die man etwas fragen könnte (ich nenne sie „Schaffner“, du nennst sie ganz unkompliziert „Kundenbetreuer im Nahverkehr“) gibt es in deinen niederbayerischen Regionalbahnen noch weniger als mobiles Internet. Aber schnell ist klar: Ich habe keine Chance mehr, noch am selben Tag nach Bozen zurückzukommen. Nicht via Rosenheim, nicht via München, zumindest nicht mit der Bahn. Mein Retter in der Not ist grün und zuverlässig: Ich konnte mir (hach, wie unkompliziert ist der Buchungsvorgang bei Flixbus im Vergleich zu dem bei dir) ein Flixbus-Ticket von München nach Bozen buchen, mit Ankunft um 1:50h (ich greife mal vorweg, dass der Bus pünktlich gewesen sein wird). Keine schöne Uhrzeit, um ins Bett zu gehen, wenn man am nächsten Tag früh ins Büro muss. Aber du in deiner Unfähigkeit, ein durchgehendes Ticket auszustellen, hättest mich ja unterwegs stranden lassen, ohne mir ein Hotel zu zahlen. Also Flixbus. Also will ich mir in Mühldorf im Reisezentrum bestätigen lassen, dass ich mehr als eine Stunde Verspätung habe und nun statt nach Rosenheim nach München weiterfahren darf. Das Reisezentrum hat aber natürlich geschlossen. Also begebe ich mich auf das Gleis, wo der Regionalexpress nach München wartet. Tatsächlich: Es steht eine Schaffnerin, pardon, Kundenbetreuerin im Nahverkehr, auf dem Bahnsteig. Kurz und diplomatisch erkläre ich ihr – mein hinfälllig gewordenes DB-Ticket und mein frisch gebuchtes Flixbus-Ticket zeigend – mein Problem: Dass ich aufgrund der Streckensperrung heute nicht mehr nach Hause komme, außer ich fahre jetzt nach München und von da mit dem Flixbus weiter. Ich frage sie, ob ich nun wenigstens mit dem Zug nach München fahren kann, wenn ich von der Bahn sonst schon keine Entschädigung zu erwarten habe. Sie schaut mich an und sagt: Nein. 

Ich hab kurz darüber nachgedacht, komplett auszurasten, den Bahnhof Mühldorf zu verwüsten oder zumindest die Schaffnerin zu erwürgen. Habe mich dann aber doch spontan umentschieden und höchst diplomatisch weiterargumentiert, warum es für mich nicht ganz unwichtig sei, in diesen Zug einsteigen zu dürfen. Die gute Frau ließ sich erweichen, aber „psssst! Verraten Sie das bloß nicht weiter, ich dürfte das eigentlich nicht.“ Ich konnte mir nicht verkneifen, sie davon in Kenntnis zu setzen, dass ich es nicht eben für eine großzügige Geste der Deutschen Bahn halte, mich nach diesem nervenaufreibenden Chaos wenigstens ohne Aufpreis nach München fahren zu lassen, wo ich doch schon auf die Nutzung des Tickets nach Innsbruck verzichte, keinerlei Entschädigung erhalte und zusätzlich ein Busticket zahlen muss. Und ich frage dich, liebe Deutsche Bahn: HAST DU EIGENTLICH NOCH ALLE TASSEN IM SCHRANK, deine Mitarbeiterinnen anzuweisen, Fahrgäste, pardon, Beförderungsfälle, in so einer Situation abzuweisen? BIST DU VON SÄMTLICHEN GUTEN GEISTERN VERLASSEN? Anscheinend schon. KRIEGST DU EIGENTLICH GAR NICHTS MEHR AUF DIE REIHE? Auch das. 

Jedes Mal, wenn ich in Deutschland bin und mit dir fahren „möchte“, funktioniert es nicht. Immer nur in Deutschland funktioniert die Bahn nicht. Aber da jedes Mal. 

Wenn du nun denkst, ich habe in der obigen Auflistung einzelne Fahrten in den letzten Monaten in Deutschland unterschlagen, die pannen- und verspätungsfrei abgelaufen sind, dann muss ich zugeben: Ja, diese Fahrten gab es. Die habe ich aber allesamt mit Flixbus zurückgelegt. Und nicht mir dir ZUVERLÄSSIG UNZUVERLÄSSIGEM SAUHAUFEN

So zum Beispiel meine Hinfahrt nach Deutschland letzte Woche. In Frankfurt bin ich nach dem Verlassen des bequemen und pünktlichen Nachtbusses auf ein Werbeplakat gestoßen, auf dem du mir empfiehlst: „Fahr doch nichts Flixbeliebiges.“ Mein erster Eindruck beim Lesen dieser IC-Bus-Werbung war: Wenn es irgendein Unternehmen auf dieser Welt gibt, das keine vergleichende Werbung machen sollte, dann bist das du, liebe Deutsche Bahn!

Wenn irgendein Unternehmen dieser Welt auf vergleichende Werbung verzichten sollte...

Aber beim zweiten Lesen habe ich die subtile Botschaft dann verstanden: Du empfiehlst mir ganz generell, lieber Bus zu fahren. Weil dir deine unfassbare Unfähigkeit, Schienenfahrzeuge zu betreiben, selber auch nicht entgangen ist, empfiehlst du deinen eigenen Kunden, doch wenigstens den DB-Bus zu benutzen, wenn sie schon von der Bahn auf den zuverlässigeren und nervenschonenderen Bus umsteigen.

Ein interessanter Gedanke, auf den IC-Bus umzusteigen. Aber wissend, dass er von DIR betrieben wird, beantworte ich deinen Vorschlag mit einem von Herzen kommenden: VERGISS ES! DU KANNST MICH MAL AM ARSCH LECKEN, DEUTSCHE BAHN! Und Verspätungsgutschein will ich auch keinen, diesen einzulösen hieße ja, dass ich wieder auf deine „Dienste“ zurückgreifen müsste. Von denen habe ich vorerst genug.

Herzallerliebst,

dein Markus Belz (ProBahn-Mitglied, ehemals BC100-Kunde, mittlerweile am liebsten überhaupt nicht mehr DB-Kunde)

Montag, 27. August 2018

Radreise entlang der Rhone

Neun Jahre nach der Donau und vier Jahre nach dem Rhein war es für mich mal wieder an der Zeit, einen großen europäischen Fluss zu erradeln: die Rhone. Der Tourenvorschlag kam von meinem Mitradler Wolfgang. Es war ein guter Vorschlag.

Interessanterweise hat die Radreise entlang der Rhone im selben Ort begonnen wie die Radreise entlang des Rheins: in Andermatt. Während sich der Rhein von der Schweiz Richtung Deutschland und Niederlande windet und Frankreich nur kurz tangiert, entscheidet sich die Rhone quasi spiegelverkehrt für die Reise in den Süden und durch Frankreich. Während der Rhein den Bodensee durchfließt, durchfließt die Rhone den Genfer See. Alte Burgen auf dem Fels, alte Flussschleifen neben langweilig kanalisierten Flussabschnitten, geschichtsträchtige Großstädte und sehenswerte Kleinstädte, Weinreben und Kühltürme: Die Liste der Gemeinsamkeiten von Rhein und Rhone ist lang. Und auch das Wetter auf meinen beiden Radreisen wär ähnlich: am Anfang kalt, später warm, aber ziemlich nass und sehr gewitterlastig. Bremsbeläge, Räder und Radler haben auch entlang der Rhone gelitten.

Billig ist eine Radreise durch die Schweiz und Frankreich nicht – aber schön. Solange man in den Alpen ist, gibt es so viel zu staunen und fotografieren, dass man gar nicht weiterradeln will. Nach dem großartigen Genfer See folgt eine schöne Hügellandschaft. In Lyon ist dann zum ersten Mal das Meer beschildert: 368 meist ebene Kilometer trennten uns dort noch von der Mündung. Anfangs sehr nasse Kilometer, später teilweise langweilige Kilometer, immer wieder unterbrochen von hübschen, aber ziemlich ausgestorbenen Städten. Bis man dann, nach unzähligen schönen Kettenbrücken und den ersten Weinäckern, die Provence erreicht. Und plötzlich ist wieder Leben in der Bude, plötzlich sind die Orte wieder belebt und die Geschäfte geöffnet.

Bei traumhaftem Sonnenschein hat uns der Mistral schließlich gen Mittelmeer getrieben. Avignon, Arles, Alpilles: Die letzten Tage der Reise waren reich an Abschluss-Höhepunkten. Nach insgesamt 1.243 Fahrradkilometern war dann Schluss, wobei mich die letzten drei Kilometer über den Formel 1-Parcours in Monaco führten.

Aber der Worte sind genug gewechselt, ihr wollt jetzt endlich Fotos sehen…

Bei der Donau war ich in noch der Lage, fast 3.500 Fahrradkilometer in 99 Fotos zusammenzufassen. Beim Rhein habe ich für 1.962 Kilometer schon 199 Fotos gebraucht. Und nun bei der Rhone: 499 Fotos für gerade einmal 1.243 Kilometer. Entweder ich fotografiere immer mehr, oder ich miste immer weniger aus. Ärgerlich für euch, die ihr euch jetzt durch das ganze Album durchklicken müsst...

https://photos.app.goo.gl/cw417kPvz7ghZ5Pb7

Sonntag, 26. August 2018

Eier, wir brauchen Eier!

Einer guten Freundin von mir wurde kürzlich eine Henne angeboten. Aber sie hat abgelehnt mit den Worten: „Was soll ich mit einer alten Henne, die nichts mehr legen kann?“

Ei-ei-ei, würde ich als Mann sagen, dass ich lieber junge Hühner will und keine alten, die nichts mehr legen können, dann wäre der Aufschrei groß. Me too, time’s up und so. All das, was wir Männer beschämt zur Kenntnis nehmen, statt mal die Eier zu haben, uns beherzt an der Debatte zu beteiligen. Da gleichen wir uns leider wie ein Ei dem anderen: Wir behandeln die Thematik wie ein rohes Ei und gehen wie auf Eiern, tun aber trotzdem so, wie wenn uns das alles nichts anginge. 

Anders als alte Hennen können junge Hühner ganz schön Eier machen. Das weiß jeder, der so einem jungen Huhn schonmal den Hof gemacht hat. Aber wenn es die jungen Hühner sind, die Eier machen – wer ist dann eigentlich auf die unsinnige Idee gekommen, dass ein Hase Eier bringt? Ein Osterhuhn wäre viel logischer als ein Osterhase. Auch eine Oster-Eidechse hätte mehr Sinn, allerdings hieße die in Südtirol ja Hegedechs, hätte also kein Osterei im Namen.

Mit den Ostereiern endet die Fastenzeit. Der kollektive Cholesterinspiegel schießt wieder in die Höhe. Und überall bunte Eier in den Geschäftsauslagen: Blaue Eier, rote Eier, gelbe Eier – ja, das Gelbe vom Ei kann zu Ostern auch die Schale sein. 

Diese bunten Eier haben den Vorteil, dass sie schon gekocht sind. Da kann man also nichts mehr falsch machen. Wie schwer es sein kann, ein Ei genau 4 ½ Minuten zu kochen, wissen wir, seit Bertha und Hermann im bekannten Loriot-Sketch so wunderschön rumgeeiert und ein hartes Ei geknackt haben. „Eine Hausfrau hat das im Gefühl.“ Ein Hausmann natürlich auch, aber so weit war Mann zu Loriots Zeiten noch nicht.

Dieser Sketch hat deutlich mehr Niveau als „Der Eiermann“ von Klaus und Klaus. Ein bundesdeutsches Landei wie ich kennt diesen Song natürlich. Alle anderen können mit Youtube‘s Hilfe mal ausprobieren, wie sehr einem ein Ohrwurm auf die Eier gehen kann.
Apropos auf die Eier gehen: Was sind wir Männer so stolz darauf, dass wir zwei Eier haben. Und was lachen wir Frauen immer aus, die uns sagen, wir würden ihnen auf die Eier gehen – weil: „Du hast ja gar keine Eier, auf die ich dir gehen kann“. Von wegen: Eine Frau hat bei der Geburt bereits etwa 200.000 Eizellen pro Eierstock. Mann kann zwar Eier aus Stahl haben, aber keine 200.000.
Ich möchte nicht wissen, wie wir Schnupfenmänner reagieren würden, wenn wir ausnahmsweise einen Eisprung erleiden müssten. Für Frauen ist diese Ausnahme eher die Regel. 

Ach du dickes Ei: Ich bin schon wieder auf sexistisch dünnem Ei(s). Ich hab wohl nicht mehr alle Eierbecher im Schrank. Bevor mich noch jemand mit faulen Eiern bewirft oder ich einen Tritt in die Eier erleide, sage ich: Time’s up. Und Text ist fertig. 

Das Osterei des Kolumbus

Dieser Artikel wurde in der Straßenzeitung Zebra (Ausgabe April 2018) veröffentlicht.
Der Kauf der Zebra lohnt sich meiner Meinung nach sowohl für Käufer (weil die Inhalte wirklich interessant sind) als auch für Verkäufer (weil sie einen Euro vom Verkaufspreis behalten dürfen und einen Zugang zu Arbeitswelt und sozialen Kontakten erhalten). Mehr Infos hier.


Freitag, 15. Juni 2018

Die 5 besten Momente der WM 2018, die man nicht verpasst haben werden darf (Markus)

1.    Wladimir Putin und der Tiger

Wie bereits in meinem Jahresrückblick 2018 erwähnt, hat der russische Präsident Wladimir Putin die Fußball-WM mit nacktem Oberkörper auf einem weißen Tiger reitend eröffnet. Ein Bild, das um die Welt ging. Da der lupenrein demokratische Präsident der Russischen Föderation allerdings unzufrieden war mit Körperhaltung und Geschwindigkeit des Tigers, wurde dieser gleich nach dem Ende der Eröffnungsfeierlichkeiten erschossen.

Russland im Fußballfieber


2.    Costa Rica und die Drohne

Rauchbomben und Flitzer waren gestern: Heutzutage stört man Fußballspiele anscheinend mit Drohnen. Ein neuer Trend, der bei der WM 2018 geboren wurde? Das Vorrundenspiel Brasilien gegen Costa Rica war beim Stand von 4:0 längst entschieden, als ein costa-ricanischer Fan in seinem Auto auf dem Stadionparkplatz sitzend eine Drohne über das Stadiondach und direkt ans Spielfeld steuerte, wo sie die brasilianischen Verteidiger verwirren sollte. Das hat tatsächlich funktioniert, die costa-ricanischen Angreifer wurden allerdings gleichfalls verwirrt. Die Drohne wurde sofort eingefangen, die extern auslesbaren Aufnahmen innerhalb kürzester Zeit zum viralen Hit. Das Spielergebnis hat die Drohne freilich nicht beeinflusst, Brasilien gewann am Ende 5:0.

Von einer Drohne fotografierte Szene aus dem Spiel Brasilien gegen Costa Rica

3.    Oliver Kahn und die kaputte Kamera

Der Ausraster von Oliver Kahn nach dem völlig unwichtigen Gruppenspiel Saudi-Arabien gegen Ägypten war für mich DAS Highlight der WM. Olli Kahn, der, wie vor der WM noch niemand wusste, als Torwarttrainer für die Saudis arbeitet, war nach den unnötigen Patzern des saudischen Tormanns (das Spiel endete bekanntlich 3:1 für Ägypten) so außer sich vor Wut, dass er Oliver Welke vor laufender Kamera drei Minuten lang anbrüllte und schließlich eine Kamera zertrümmerte. Ob der Vertrag der „Oliver Kahn Academy“ mit dem saudi-arabischen Fußballverband nach dessen punktlosem Ausscheiden aus der WM verlängert wird, ist derzeit noch unklar.

Kahn im Spreewald
4.    Brexit nach Elfmeterschießen

Diesmal also gegen Polen: England ist auch bei dieser WM in einem Elfmeterschießen gescheitert. Bayern-Stürmer Robert Lewandowski versenkte den entscheidenden Elfmeter und führte sein polnisches Team ins Viertelfinale (wo es dann an Brasilien scheiterte). Neben kochen, Sonnencreme kaufen und sozialer Wohnungspolitik gehört Elfmeterschießen definitiv zu den Dingen, die Engländer nicht beherrschen. Dafür haben sie einmal die halbe Welt beherrscht, das ist ja auch was.


5.    Deutschland ist Weltmeister!!

Gegen Schweden gab es in der Vorrunde nur ein 2:2, aber Mexiko, Südkorea, Serbien, Belgien und Portugal hat Deutschland auf dem Weg ins Finale besiegt. Dort wartete der Angstgegner Frankreich. Seit 1871 konnte Deutschland nicht mehr gegen Frankreich gewinnen, nun war es endlich mal wieder so weit. Nach Italien (1934 und 1938) und Brasilien (1958 und 1962) ist Deutschland somit die dritte Nation, die einen WM-Titel verteidigen konnte. Oliver Bierhoff und Jogi Löw haben nach dem Sieg spontan entschieden, die WM-Feierlichkeiten im Spiegelsaal in Versailles abzuhalten. Emmanuel Macron hat vorgeschlagen, die Feierlichkeiten in Versailles zu nutzen, um gleich an Ort und Stelle „Die vereinigten Staaten von Europa“ zu gründen. Er wartet allerdings noch auf eine Antwort von Angela Merkel.

Versailles vor der großen Feier
Eine Stimmung wie 1871
Dieser Artikel wurde zum ersten Mal im Battle of Blogs gepostet.

Montag, 4. Juni 2018

Eine Reise nach Schweden ist eine Reise in die Zukunft

"We are better than yesterday, but not as good as tomorrow"

Ankunft in Stockholm am frühen Morgen. Selbstverständlich pünktlich. In einem Nachtzug, in dem man sich fragt: Warum sind deutsche Nachtzüge nicht so bequem? Warum sind Personal und Mitreisende in deutschen Nachtzügen nicht so freundlich? Und vor allem: Warum gibt es eigentlich fast keine deutschen Nachtzüge mehr?

Der erste Gang führt in die Bahnhofstoilette. Nicht zum Geldautomaten. Man kann die Toilettengebühr nämlich mit Kreditkarte zahlen. So wie ALLES in Schweden, egal ob Kaffee, Knäckebrot oder Köttbullar (Obdachlosen-Zeitungen und Prostituierte vermutlich auch, habe ich aber nicht ausprobiert). Ich werde in den folgenden sieben Tagen nicht eine einzige schwedische Krone in der Hand halten.

Im Toilettenareal versuche ich zu verstehen, wo die Männer-Kabinen sind. Ergebnis: Es gibt keine. Die Toilette im Hauptbahnhof von Stockholm unterscheidet nicht zwischen Männern, Frauen und sonstigen Geschlechtern. Was irgendwie modern ist, aber schon auch ungewöhnlich. Ich finde es komisch, dass ich das komisch finde. Da hält man sich für einen modernen, aufgeklärten, gender-sensiblen Menschen – und dann ist man überrascht, dass man sich in Stockholm im Bahnhof direkt neben einer Frau die Zähne putzt.

Kurz darauf ist das Gepäck bargeldlos verstaut und ich warte auf einem Bahnsteig am Stadtrand auf einen Vorortzug Richtung Schärengarten. Neben dem Bahnsteig verläuft ein hervorragend ausgebauter Radschnellweg, auf dem ganz oft das vorbeiradelt, was man in Deutschland „Karrierefrau“ nennt. In Schweden nennt man das: „Frau“. Hier ist es völlig normal, dass Frauen Karriere machen – und trotzdem Kinder haben. Kinder radeln auch viele an mir vorbei – meist auf den (Lasten-)Fahrrädern, die von ihrem Papa gefahren werden. Verkehrte Welt? Oder doch einfach nur: die Zukunft.

Der Vorortzug fährt ein. Gefahren wird er von einer Frau. Der Schaffner ist ein Mann. Und wieder finde ich es komisch, dass ich das komisch finde. Wie oft hat man das in Deutschland oder Italien schon gesehen, dass eine Frau den Zug fährt und ein Mann die Tickets knipst? Eben. Wobei in Schweden natürlich keine Tickets mehr geknipst werden, sondern Chipkarten ausgelesen – und zwar in Sekundenbruchteilen. Ich achte auf die Werbeplakate im Zug: Ja, auch dort sind es Frauen, die für hochwertige Produkte werben. Und zwar im Business-Dress Seriosität ausstrahlend, nicht halbnackt niedere Instinkte ansprechend.

In den Stockholmer U-Bahnen fällt mir auf, dass dort sehr viele Teenager sitzen. Macht aber auch Sinn, schließlich waren mir bei meinem ersten Besuch in Stockholm vor 14 Jahren die vielen schwangeren Frauen aufgefallen. Was mir vor 14 Jahren auch aufgefallen war: man konnte landesweit überall Nummern ziehen und bequem auf den Aufruf warten, statt ewig in unterschiedlich schnellen Warteschlangen stehen zu müssen; und es gab von Marmelade bis Rentierfleisch alles in praktischen Tuben, ohne dass man am Ende mühsam leere Gläser auskratzen musste. Die Wartenummern haben sich weiter südlich mittlerweile auch etabliert, auf die Marmeladetuben warte ich noch immer. Mal schauen, wie lange Unisextoiletten und Bargeldlosigkeit für den Weg in den Süden brauchen.

Für den Weg von Stockholm nach Uppsala braucht man nur etwa 40 Minuten. In Uppsala besuche ich eine Konferenz, auf der drei Tage lang Projekte zur nachhaltigen Mobilität vorgestellt und diskutiert werden. Es sind vor allem die Exkursionen und die Vorträge schwedischer Referentinnen, die mich begeistern. „We are better than yesterday, but not as good as tomorrow”, bringt Anna Fahlkrans, Leiterin des Zukunftslabors „SJ Labs” der Schwedischen Eisenbahn, den nordischen Optimismus auf den Punkt. Im Vortrag hat sie unter anderem darüber referiert, dass in Schweden unter die Haut implementierte Mikrochips als Fahrschein funktionieren. Per Kongress-App wurde das Publikum anschließend befragt, wer sich so einen Chip implementieren lassen würde. In Echtzeit wurde das Ergebnis aufs Display projiziert – ich konservativer, mit nein stimmender Bedenkenträger gehöre zur 2/3-Mehrheit.

Nicht nur digital, auch analog kann man sich in Schweden einiges abschauen. Ob Design, Architektur oder nachhaltige Mobilität – die Schweden sind uns genauso viel voraus wie die Niederländer, aber sie posaunen es nicht ständig in der ganzen Welt herum. So zumindest mein Eindruck nach einer Woche Ikealand.

Beispiel Neubaugebiete: Die sehen in Schweden eigentlich genauso aus wie in Deutschland. Nur dass es statt Parkplätzen Kinderspielplätze gibt. Und schon sehen sie doch komplett anders aus. Die Schweden räumen ihren Kindern also mehr Platz ein als ihren Autos. Wenn man aus Deutschland kommt, findet man auch das komisch. Das Auto darf nicht am Haus geparkt werden, sondern – neben elektrischen Carsharing- und Bikesharing-Fahrzeugen - im 200 Meter entfernten Mobility Hub: „So haben sie 200 Meter lang Zeit, darüber nachzudenken, ob das eigene Auto wirklich die sinnvollste Wahl ist.“ Schließlich parkt das (Lasten-)Fahrrad direkt vor der Haustür. Eine Straßenbahn wird in Uppsala noch gebaut, die Busse fahren bereits heute mit Batterie, Biogas oder Biodiesel – schließlich will die Stadt ja bis 2030 komplett „fossil-free“ sein. Ich habe nicht den geringsten Zweifel, dass sie das auch schaffen wird.

Die Verpflegung auf der Konferenz war übrigens konsequent vegetarisch – und verdammt lecker. Beim regional-saisonalen mehrgängigen Abschlussdinner wurde uns vorgerechnet, dass dieses nur 0,5 kg CO2 pro Person und somit nur etwa 10 % eines „normalen“ Konferenz-Abschlussdinners verursacht hat. Nach einer Woche in Schweden habe ich das gute Gefühl, dass unser Planet doch noch gerettet werden kann. Die Welt muss einfach nur ein bisschen schwedischer werden.

Zurück in Deutschland strande ich am Bahnhof von Puttgarden. Aus den angekündigten 70 Minuten Verspätung werden 84, der Nachtzug gen Süden wartet in Hamburg nicht auf mich, eine Woche schwedische Entspanntheit werden von einem Abend Deutsche Bahn zunichte gemacht. Ich bin wieder in der Gegenwart angekommen. In der Zukunft war es schöner.

Hammarbysee in Stockholm

Fahrradwaschanlage in Uppsala

Kein Beamer da? Wir haben doch einen Fahrradlenker!

Neubaugebiet (Uppsala-)Rosendal - mit Laufbahn statt Straße

Ist das noch Architektur oder schon Kunst? Stockholmer U-Bahn

Eigentlich wie in Deutschland - aber statt Autos gibt es Kinder

Industriekultur in Norrköping

Die tollste aller Schwedinnen: Astrid Lindgren

Derzeit zu jeder Tageszeit hell: Stockholm

Mittwoch, 30. Mai 2018

Eine haarige Angelegenheit

Bei der Suche nach einem passenden Wort für die Zebra-Kolumne musste ich diesmal Haare lassen. Um ein Haar wäre mir nichts passendes eingefallen.

Ich habe verschiedene Zeitschriften beim Frisör durchblättert und eine Haaranalyse durchgeführt, um mir eine Inspiration zu holen. Die Wortsuche hat mir regelrecht graue Haare wachsen lassen. Schließlich ist es mir wie Schuppen aus den Haaren gefallen: Ich kann ja über „Haar“ schreiben! Die Chefredakteurin war von meiner Idee allerdings nicht sehr begeistert:

Er: Ich will jetzt ja nicht wieder auf deinen Haaren rumreiten, aber ich finde das Wort „Haar“ würde sich super für eine Zebra-Kolumne eignen.

Sie: Finde ich nicht. Das ist doch total an den Haaren herbei gezogen!

Er: So ein haarsträubender Unsinn!

Sie: Du tust wieder so, wie wenn es eine haarige Angelegenheit wäre, ein passendes Wort für deine Kolumne zu finden.

Er: Lass uns jetzt nicht wieder eine Haarspalterei betreiben. Ich bin viel zu hungrig, um zu streiten. Würde am liebsten jemandem die Haare vom Kopf fressen…

Sie: Wir sind also um Haaresbreite am Streit vorbei?

Er: Ja, haarscharf dran vorbeigeschrabbt.

Sie: Du vermittelst den Eindruck, als ob ich Haare auf den Zähnen hätte und wir uns ständig in den Haaren liegen würden.

Er: Das nicht. Es ist ja nicht so, dass ich kein gutes Haar an dir lassen würde. Aber ab und zu ist es schon zum Haare raufen!

Sie: Mir stehen bei deinen Aussagen schon auch manchmal die Haare zu Berge…

Er: Tja, die gleichen wir uns wohl aufs Haar…

Sie: Du weißt aber hoffentlich, dass ich dir niemals ein Haar krümmen könnte.

Er: Weiß ich. Deshalb riskiere ich es auch, deinen Rat zu ignorieren und die Zebra-Kolumne doch zum Thema Haar zu schreiben.

Sie: Du willst ja keine Hilfe von mir, sondern dich lieber an den eigenen Haaren aus dem Sumpf ziehen.

Er:    Haargenau so ist es!

Du hast die Haare schön!
Dieser Artikel wurde in der Straßenzeitung Zebra (Ausgabe Juni 2018) veröffentlicht.
Der Kauf der Zebra lohnt sich meiner Meinung nach sowohl für Käufer (weil die Inhalte wirklich interessant sind) als auch für Verkäufer (weil sie einen Euro vom Verkaufspreis behalten dürfen und einen Zugang zu Arbeitswelt und sozialen Kontakten erhalten). Mehr Infos hier.